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Angola-Giraffe – Namibia-Kalender, März

Im aufgeklärten 21. Jahrhundert sollte man eigentlich meinen, dass die Wissenschaft alles entschlüsselt hat. Aber weit gefehlt, nicht mal bei so großen Tieren wie Giraffen besteht Einigkeit wie man die Tiere einzuordnen hat. Folgt man der IUCN, gibt es eine Giraffenart mit neun Unterarten, von denen eine die hier abgebildete Angola-Giraffe ist. Im Jahr 2016 ergab dann eine Erbgutuntersuchung des Senckenberg-Instituts, dass die Giraffen deutlichere Unterschiede aufweisen. Von einer Art spricht man wenn verschiedene Unterarten sich miteinander paaren – bei einem Hybriden pro Generation ist es ein- und dieselbe Unterart. Bei Giraffen stellte man fest, dass maximal alle fünf Generationen ein Hybrid zur Welt kommt und so wurden die Giraffen in vier Arten eingeteilt. Folgt man dieser Einteilung handelt es sich auf dem Kalenderbild immer noch um eine Angola-Giraffe, die aber neben der Kap-Giraffe eine Unterart der Süd-Giraffe darstellt.

Sicher ist, dass wie auch immer man sie systematisch einordnet, es sich bei der Angola-Giraffe um eine der wenigen Giraffenarten handelt, die nicht gefährdet sind. Ausgestorben waren sie paradoxerweise allerdings in Angola bis man sie wieder künstlich angesiedelt hat. In Namibia kommt sie im Etosha Nationalpark sowie in privaten Wildlife-Reservaten vor. Man schätzt den wildlebenden Gesamtbestand der Angolagiraffe auf etwa 13.000 Tiere ein. In Zoos wird diese Unterart selten gehalten. In Deutschland ist der Zoo Dortmund mit einem relativ jungen Bullen und einer betagten Giraffenkuh der einzige Halter.

Das Foto wurde aufgenommen im Okonjati Wildreservat am Mount Etjo. Die Farben wurden nicht bearbeitet, die trockene Vegetation sorgt dafür, dass der Hintergrund grau erscheint und die Giraffe den Farbkontrast dazu liefert.

Im Folgenden noch einige andere Beispiele von Angola-Giraffenfotos aus verschiedenen Gegenden Namibias.

Raubtier-Kalender, März: Eurasischer Luchs

Der Eurasische Luchs hat ein weites Verbreitungsgebiet, im Grunde von Norwegen bis China, und gilt mit etwa 70.000 Tieren auch nicht als gefährdet. Anders ist die Situation in Deutschland. Hier wurden Anfang 2018 77 Exemplare gezählt und die Art gilt als stark gefährdet.

Dass es überhaupt wieder lebende Tiere in Deutschland gibt, ist auch den Zoos und Tierparks zu verdanken, denn die Tiere siedelten von einzelnen Ausnahmen abgesehen nicht wie die Wölfe von allein wieder an. Es fanden und finden Auswilderungsprogramme statt mit Fokus auf dem Harz und dem Bayerischen Wald, wo auch die einzigen nachgewiesenen Reproduktionen festgestellt wurden. Ein neuer Versuch wird derzeit im Pfälzerwald gestartet. Wirklich ansteigende Populationszahlen kann man bislang aber nicht feststellen. Die Geburten werden durch Verluste wieder kompensiert. In erster Linie fallen die Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer, aber auch Krankheitsfälle und illegale Tötungen sind ein ernstes Problem und so liegt die aktuelle Zahl in Deutschland bei 70-80 Tieren.  

In Deutschland müssen Rehe in erster Linie als Futter herhalten. Im Alpenraum sind es Gämsen und im Norden Rentiere. Von einem Tier lebt ein Luchs etwa fünf Tage lang. Ausgerottet wurde der Eurasische Luchs, der auch Nordluchs genannt wird, hierzulande seinerzeit wegen des Fells, als Nahrungskonkurrent und weil er Nutztiere fraß.

Der Luchs „Sieghard“ auf dem Kalenderblatt lebt seit Dezember 2016 im Tierpark Herford, wo er ein neu geschaffenes Gehege als Erstbesatz bewohnt. Geboren wurde er im hessischen Wildtierpark Edersee. Seit letztem Sommer ist er selbst Vater eines kleinen Katers – vielleicht wandert er oder Nachwuchs von ihm ja eines Tages auch durch die Wälder Deutschlands.