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Titelbild „Wildlife of Canada 2025“: Yellowstone-Elch

Elche kennt natürlich so gut wie jeder. Hierzulande bringen die meisten sie mit Skandinavien in Verbindung. Vielleicht hat man auch mitbekommen, dass sich gelegentlich auch einzelne Elche in Deutschland blicken lassen, die aus Polen und Tschechien über die Grenze kommen. Im Mittelalter waren Elche noch in Deutschland beheimatet, wurden aber ausgerottet. Zuhause sind Elche allgemein überall dort, wo es Taiga-Wälder gibt, also im Norden Europas, Asiens und Nordamerikas. Sie lieben kühle Temperaturen, halten es bis -50° C aus, haben eher Probleme mit Wärme.

 

Bei den Elchen handelt es sich um die größte lebende Hirschart mit bis zu 3 Meter Länge und 800 kg Körpergewicht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hirscharten sind Elche Einzelgänger mit Ausnahme der Mütter, die gut anderthalb Jahre mit ihrem Nachwuchs verbringen. Als Lebensraum bevorzugen Elche schwer zugängliche Waldgebiete, in denen sie sich gut auskennen, da sie als relativ schwerfällige Fluchttiere dort einen Vorteil gegenüber Beutegreifern haben.

 

Eine besondere Eigenschaft der Tiere kann man auf diesem Bild sehen, bzw erahnen, denn Elche sind die einzigen Hirsche, die unter Wasser fressen können. Wasserpflanzen sind beliebte Nahrung wegen des Mineralgehalts. Ansonsten mögen sie besonders junge Triebe. Dabei sind Elche sehr standorttreu und verlassen einen Ort meist erst dann wenn der Nahrungsvorrat dort erschöpft ist.

 

Paarungszeit ist im Herbst. Dort kommen mehrere Kühe zusammen, während die Bullen in der Brunft um die Möglichkeit zur Fortpflanzung kämpfen. Nach acht Monaten Tragzeit kommen ein bis zwei Kälber zur Welt, die 80 cm groß sind und schon 10-15 kg wiegen.

 

Unterschieden werden acht Unterarten des Elchs. In Europa gibt es nur den einheitlichen Europäischen Elch, in Asien leben drei und in Nordamerika vier Unterarten. In Nordwest-USA und dem südlichen Alberta kommt der hier zu sehende Yellowstone-Elch vor, bei der es sich um die kleinste Unterart in Amerika handelt mit einem Gewicht von bis zu 350 kg. Während der Gesamtbestand an Elchen hoch und die Art damit ungefährdet ist, sinkt die nordamerikanische Population. Einen einzelnen Grund dafür kann man nicht ausmachen, aber Elche kommen mit Parasiten von Weißwedelhirschen nicht klar. Auch die größeren Temperaturschwankungen durch den Klimawandel setzen den Tieren zu.

 

ARTENPROFIL

Art: Elch
Unterart: Yellowstone-Elch
Wissenschaftl. Name Alces alces shirasi
Vorkommen: Nordwest-USA, Süd-Alberta
IUCN Status: Nicht gefährdet
Nachwuchs: 1-2, etwa 8 Monate Tragzeit
Ernährung: Blätter, Setzlinge, Wasserpflanzen, Laub
Feinde: Grizzlies, Schwarzbären, Wölfe, Pumas. Nachwuchs Luchse und Vielfraße
Lebenserwartung: Natur ca 15 Jahre, Zoo 20-25 Jahre

Oktober-Kalenderbild: Ozelot

Oktober-Kalenderbild: Ozelot

 

Beim Ozelot handelt es sich um eine Kleinkatze aus Amerika, die von den südlichen USA bis tief nach Südamerika vorkommt. Im südlichen Verbreitungsgebiet ist ihr Bestand am Häufigsten. Die Färbung der Tiere hängt von ihrer Vorkommensregion ab. In tropischen Gefilden sind die Ozelots farbiger ins Orange gehend, in trockeneren Gebieten sind sie grauer.

 

Offenes Land meiden die Tiere meist, da sie für ihre Jagd dichte Vegetation benötigen. Grundsätzlich sind sie nachtaktive Einzelgänger, wobei sie auch tagsüber aktiv werden können wenn die Temperaturen nicht zu hoch sind. Die Jagd erfolgt meist auf dem Boden wenngleich Ozelots gut klettern und schwimmen können. Die Territorien der einzelnen Tiere überlappen sich nicht mit denen von Artgenossen gleichen Geschlechts. Ihre bevorzugte Beute sind kleine Säuger, Vögel, Fische und Reptilien, aber auch größere Tiere wie Pekaris, Brüllaffen oder Nasenbären sind nicht vor ihnen sicher.

 

Die bis zu einem Meter langen und 15 kg schweren Ozelots kommen nur zur Paarung zusammen, aus der meist 1-2 Jungtiere folgen, wobei meist nur alle zwei Jahre Nachwuchs geboren wird. Die Tragzeit beträgt etwa 2,5 Monate. Der Nachwuchs wird 2-3 Jahre im Revier der Mutter geduldet und dann fortgejagt. Bis zur Geschlechtsreife dauert es bei Weibchen etwa 2 Jahre, bei Katern ein halbes Jahr länger. Die Lebenserwartung in der Natur liegt bei etwa 10 Jahren, in menschlicher Obhut kann das doppelte erreicht werden. Aufgrund ihres großen Verbreitungsgebiets sind Ozelots nicht gefährdet.

 

ARTENPROFIL

Art: Ozelot
Unterart:
Wissenschaftl. Name Leopardus pardalis
Vorkommen: Südliche USA bis Argentinien
IUCN Status: Nicht gefährdet
Nachwuchs: 1-3 Jungtiere, ca. 2,5 Monate Tragzeit
Ernährung: Kleine Säugetiere, Vögel, Reptilien, Fische, Insekten
Feinde: Greifvögel, Schlangen, größere Katzenarten
Lebenserwartung: ca 10 Jahre in der Natur, bis 20 Jahre in Zoos