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Raubtier-Kalender, Februar: Amerikanischer Schwarzbär

Der im Februar gezeigte Schwarzbär ist in Nordamerika beheimatet und kommt von Alaska im Norden bis runter nach Mexiko vor. Entsprechend gehört er zu den nicht gefährdeten Tierarten. Geschätzt leben etwa 600.000 Schwarzbären, auch Baribals genannt, in der freien Natur. Einzige Ausnahme ist Mexiko, deren Population dort als gefährdet geführt ist. Im Vergleich zum in Nordamerika auch lebenden Grizzlybär ist der Schwarzbär deutlich kleiner und leichter.

Die meisten Schwarzbären halten Winterruhe, was jedoch vom Klima abhängt. Je südlicher und wärmer das Klima ist, desto eher kann der Bär auch auf seine Verschnaufpause verzichten. Als Allesfresser sind die Baribals anpassungsfähig. Pflanzen, Beeren und Insekten stehen ebenso auf dem Speiseplan wie kleine Säuger, Fische und Huftiere. Insbesondere Elch- und Hirschnachwuchs ist in großer Gefahr vor dem Schwarzbären. Da der Bär als Allesfresser auch die Reste von menschlichem Müll gebrauchen kann, ist in der nordamerikanischen Wildnis immer zu empfehlen, dass man keine Essensreste liegen lässt.

Da der Grizzlybär eine Ecke größer und schwerer ist, sollte der Schwarzbär Begegnungen tunlichst vermeiden. Ansonsten kann nur der Nachwuchs zur Beute anderer Karnivoren wie Wölfen oder Pumas werden. Zum Schutz können junge Baribals auf Bäume klettern, was ältere Schwarzbären nicht mehr schaffen. Die größte Gefahr für den Schwarzbären ist allerdings eindeutig der Mensch, denn zur Sportjagd werden um die 20.000 Tiere pro Jahr erlegt. Vermeintliche Tierfreunde, die die Bären füttern, erweisen den Tieren sozusagen einen Bärendienst, denn die einmal von Menschen angelockten Tiere werden zum Abschuss freigegeben, weil die Gefahr besteht, dass sie immer wieder zu den Menschen zurückkommen. Ein neuer Markt zur Tötung von Schwarzbären ist leider auch hier mal wieder Asien, wo man der Gallenflüssigkeit heilende Wirkung zuschreibt. 

Umgekehrt ist der Mensch für den Schwarzbären nicht unbedingt im Fokus. Zusammentreffen sollte man dennoch vermeiden, in einem Zeitraum von 80 Jahren sind 23 tödliche Unfälle mit Schwarzbären registriert worden. Wie auch bei anderen Raubtieren sind vor allem Kinder gefährdet, weil sie wegen der Größe und des Verhaltens als Beute angesehen werden könnten. Verletzungen durch Bären gab es häufiger – vor allem aber Selbstverschuldete wenn versucht wurde, wilde Bären zu füttern oder sie zu streicheln.

Der hier gezeigte Schwarzbär ist im Zoo Osnabrück zu sehen. Er wurde im Januar 2016 im niederländischen ZieZoo in Volkel unter dem Namen Tommy geboren und lebt seit Herbst 2017 mit seiner Wurfschwester Annika im Zoo Osnabrück, wo die beiden nach Sponsorenbeschluss in Theo und Lea umbenannt wurden.

Februar-Bild, Namibia-Kalender: Südlicher Gelbschnabeltoko

Ein populärer Vogel bei den Einheimischen ist der Südliche Gelbschnabeltoko. Der Vertreter aus der Familie der Nashornvögel wird wegen seines gebogenen gelben Schnabels von den Einheimischen ‚Flying Banana‘ genannt. Oft sieht man den Vogel einfach durch die Luft gleiten und ist damit nicht nur durch den auffälligen Schnabel gut zu erkennen.

Bei seiner Nahrung ist der Vogel nicht wählerisch. Er kann Früchte, Samen und Insekten essen, aber kleine Säugetiere und Reptilien müssen vor ihm ebenfalls auf der Hut sein. Der lange Schnabel ist dabei für ihn ein elementares Werkzeug. Aufpassen muss allerdings auch der Gelbschnabeltoko, der seinerseits Beute darstellt für größere Greifvögel.

Auch wenn der Südliche Gelbschnabeltoko noch häufig ist und nicht zu den gefährdeten Arten gehört, liegen keine Erfahrungswerte über das Alter vor, das der Vogel in freier Natur erreicht. In Zoos kann ein Alter von 20 Jahren erreicht werden – auch dies ist in Europa allerdings theoretischer Natur, denn es gibt keinen Zoo auf diesem Kontinent, der dieses Tier überhaupt hält.