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Namibia-Kalender, September-Bild: Südwestliches Spitzmaulnashorn

Die Geschichte der Nashörner ist bekanntermaßen eine sehr Traurige. Ostasiatischer Hokuspokusglaube führt zu irrwitzigen Preisen für das aus simplem Keratin bestehende Horn, das angeblich heilende Wirkung für Krebs und Impotenz besitzt. Dieser Schwachsinn führt dazu, dass Einheimische mit für ihre Verhältnisse extrem viel Geld verleitet werden, ein hohes Risiko einzugehen, um für das Geld zu wildern. Sie setzen sich dabei selber höchsten Gefahren aus, denn die Nashörner werden überall von Rangern bewacht. Dabei gilt jedoch: je größer der Freiraum für die Tiere desto besser stehen die Chancen für Wilderer.

 

Die namibische Regierung hat leider längst kapituliert und einen Großteil der Tiere aus den großen Parks herausgeholt für einen besseren Schutz. Statt sie auf den großen Flächen wie im Etosha Nationalpark zu halten, wo eine Überwachung praktisch nicht möglich ist, wurden die Tiere herausgefangen und auf Farmen verteilt, die große Flächen besitzen, aber halt deutlich kleiner und besser zu verteidigen sind. Vorstellen muss man sich das wie ein System in Zoos: der Nachwuchs wird durch einen Zuchtkoordinator geregelt, die Tiere im gewissen Alter von einer Farm zu einer anderen transportiert, um Inzucht auszuschließen. Und so spielt sich die Geschichte auch für dieses auf dem Bild gezeigte Nashorn namens Kiajo ab.

 

Kiajo wurde auf dem Gelände des Kuzikus Wildlife Reserve geboren, einer ehemaligen Jagdfarm mit über 100 km² Land, die ihr Tätigkeitsfeld ändern und die Jagd für Gäste beenden musste, um vom Staat die Erlaubnis zum Halten der Spitzmaulnashörner zu bekommen. Die Mutter von Kiajo wurde aber krank und nahm ihr Baby nicht an. Wegen der besonderen Gefährdungslage und der Wichtigkeit jedes einzelnen Tiers entschloss sich die Farm, das Nashornjunge mit der Hand aufzuziehen. Die Probleme, die daraus entstanden, sind dieselben, die Handaufzuchten in Zoos haben – sie gewöhnen sich sehr an den Menschen und suchen deren Nähe, was im Fall von Nashörnern tödlich sein kann. Wenn Gäste der Farm das Tier auch noch streicheln, kann man sich denken wie der Aktionsradius von Kiajo aussah: weit von der Farm war er nie weg. In diesem Fall ist dies aber auch der Grund, warum man ein wildlebendes Nashorn in dieser kurzen Entfernung fotografieren kann. Zum Entwöhnen von Menschen stand zum Besuchszeitpunkt der Transport des Tiers ins Mount Etjo Wildlife Reserve kurz bevor.

 

Seit der Staat Namibia die Nashörner ausgelagert hat, sind die Bestandszahlen wieder gestiegen auf knapp 2.000 südwestliche Spitzmaulnashörner, die es noch gibt. Nichtsdestotrotz sind die Tiere weiterhin stark gefährdet, weil es immer noch Menschen gibt, denen man mit rationalem Denken nicht weiterhelfen kann…

Kein Kalenderverkauf beim Westfalen Blatt!

Leider eine negative Meldung für den Charity-Kalender: entgegen der Ankündigung, Zusage und Bestellung wird es in den 16 lokalen Geschäftsstellen des Westfalen Blatts in diesem Jahr keinen Kalenderverkauf geben. Grundsätzlich eine legitime Entscheidung, der Verkauf im Vorjahr erfolgte rein für den guten Zweck, ohne dass der Verlag da auch nur einen Cent dran verdient hat – eine sehr großzügige Maßnahme, die der Charity Kalender Aktion auch sehr geholfen hat, der Absatz dort war gut. In diesem Jahr erfolgte nach Musterzusendung die Zusage für ein weiteres Jahr, es wurden 50 Kalender wie gehabt auf Kommissionbasis gekauft. In der vergangenen Woche kam leider die Mitteilung, dass der Verlag sich entschieden hat, in diesem Jahr keine Kalender zu verkaufen. Für den Charity Kalender und vor allem die begünstigten Organisationen sehr ärgerlich, denn die 50 Kalender wurden extra für das Westfalen Blatt gedruckt und wären sonst nicht bestellt worden, sprich die Druckkosten belasten die Bilanz. Die Kalender gibt es nun in erster Linie über diese Website, derzeit darüber hinaus auch in den Schweibwarenhandlungen Plaßmann in Gütersloh-Spexard und in Halle/Westfalen.

Raubtierkalender, September-Bild: Kleiner Panda

In Zoos sind sie mittlerweile eine Trend-Tierart, die jeder halten möchte, wobei sie vor ein paar Jahren nur dem interessierten Fachpublikum bekannt waren: die Roten oder Kleinen Pandas, auch Katzenbären genannt. Die kleinen Tiere, die nicht viel Platz am Boden, sondern eher gute Klettermöglichkeiten benötigen und vom Publikum als äußerst niedlich wahrgenommen werden, sind aber weit mehr als nur hübsche Dekoration – um sie steht es sehr schlecht in der freien Wildbahn. Rote Pandas gelten als stark gefährdet – die in Zoos zu sehende östliche Variante kommt fast ausschließlich in China vor, wo Bejagung die Nummer 1 Gefahr darstellt. Das Fell des Tiers kommt dort als traditioneller Kopfschmuck des Bräutigams bei Hochzeiten zum Einsatz, auch andere Teile des Körpers wie der Schwanz werden verwertet, etwa als Staubwedel oder Pinsel.

 

Nicht verwandt ist der Kleine Panda mit dem Großen Panda – der Begriff rührt aus einer alten taxonomischen Einschätzung, die als überholt gilt. Die Haltung in Zoos galt einst als schwierig, weil es sich um Nahrungsspezialisten handelt, die dazu ursprünglich ausgeprägte Einzelgänger sind. In Zoos leben sie paarweise und inzwischen beträgt die Reservepopulation über 800 Tiere, damit fast 10% des freilebenden Bestands.

 

Der hier gezeigte Katzenbär lebt im niederländischen ZooParc Overloon in einer offenen Anlage, die sich vor dem Zooeingang befindet.