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Welelefantentag

Welelefantentag

Die asiatischen und afrikanischen Elefanten sind in ihrem Bestand gefährdet, und zwar ausnahmslos durch den Menschen – daran erinnert der heutige Weltelefantentag.

 

Die grundlegenden Unterschiede zwischen Afrikanischem und Asiatischem Elefant kennen schon die meisten Kinder: die Afrikaner sind größer mit vor allem deutlich größeren Ohren, und die Weibchen tragen ebenfalls Stoßzähne. Dazu haben die Asiaten einen buckligen Kopf und einen Buckelrücken, was bei den Afrikanern flacher ausgeprägt ist.

 

Die afrikanische Variante lebt noch in weiten Teilen des Kontinents südlich der Sahara, allerdings größtenteils versprengt in Nationalparks, weswegen es keine zusammenhängenden Routen gibt. Das Zusammenziehen in Nationalparks wurde aufgrund der Bejagung für das wertvolle Elfenbein notwendig, nur dort kann einigermaßen Schutz gewährleistet werden. Der Bestand der Afrikanischen Elefanten wird noch auf etwa eine halbe Million Tiere eingeschätzt. Die IUCN hat den Status des Elefanten daher zurückgestuft von stark gefährdet auf gefährdet. Dies allerdings mit der Konsequenz, dass einige Staaten den Schutz heruntergefahren haben und die Jagd dadurch wieder deutlich zugenommen hat.

 

Dennoch ist der Bestand der Afrikaner hoch im Vergleich zu den stark gefährdeten Asiatischen Elefanten. In freier Wildbahn leben maximal noch 50.000 Tiere, dazu kommen 15.000 Arbeitselefanten. Kernproblem neben dem Wildern ist die extrem steigende Bevölkerungszahl. Neue menschliche Ansiedlungen sind die Folge, ebenso wie der erhöhte Nahrungsmittelbedarf. Wo der Mensch wohnt, ist der Elefant nicht mehr willkommen – und häufig sind es seine Wanderrouten, in denen neue Siedlungen entstehen. Als Folge werden die einzelnen Populationen isoliert und die Bestände voneinander abgeschnitten.

 

In Zoos ist die Entwicklung umgekehrt. Dort gibt es wesentlich mehr Probleme mit dem Bestand der Afrikanischen Elefanten, während die asiatische Variante gut nachzüchtet. In der Theorie ließen sich Tiere gut auswildern, doch wenn kein Lebensraum mehr vorhanden ist, nutzt dies wenig. Vorsicht ist geboten vor touristischen Reitelefanten im asiatischen Raum. Diese Tiere sind meist mit brutaler Gewalt abgerichtet worden, so dass man Touristen nur dringend raten kann aus Gründen des Tierschutzes von einem solchen Erlebnis abzusehen.

Olaf Goldbecker