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Juni-Kalenderbild: Humboldtpinguine

Humboldtpinguine stammen aus Peru und Chile und wurden natürlich nach dem Südamerika-Forscher Alexander von Humboldt benannt. An Land leben die Tiere durchaus auch in warmen Gefilden, aber das Wasser im nährstoffreichen Humboldtstrom ist kalt. Bei einer Größe von etwa 60-65 cm und einem Gewicht von 4-5 kg sind sie den anderen Arten aus der Gattung der Brillenpinguine ähnlich. Im Bereich um den Schnabel haben Humboldtpinguine allerdings keine Federn und sind daher dort rosa.

 

Der Humboldtpinguin ernährt sich von Fischen – insbesondere Makrelen und Sardellen – Tintenfischen und Krebstieren. Selbst muss der Pinguin sich vor den Südamerikanischen Seebären, Mähnenrobben, Orcas und Haien in acht nehmen. An Land sind Füchse ihre Kontrahenten. Humboldtpinguine sind sehr wendige Schwimmer, tauchen allerdings normalerweise nur bis 50 Meter tief und schwimmen im Schnitt eher langsam.

 

Zweimal jährlich brüten Humboldtpinguine und sind ihren Partnern treu – zumindest solange die Nachzucht klappt. Klappt die Aufzucht nicht, kann es durchaus sein, dass der Partner gewechselt wird.

 

Humboldtpinguine sind aus verschiedenen Gründen gefährdet. Der Hauptpunkt ist der Fischfang, der den Meeresvögeln die Nahrung entzieht, aber auch dafür sorgt, dass sich Pinguine in Netzen verfangen. Im schlimmsten Fall wird mit Dynamit gefischt, wobei alles zerstört wird, was sich dort in der Nähe befindet. Der Verlust von Brutplätzen droht durch den Abbau von Guano und durch unkontrollierten Tourismus. Auch die Meeresverschmutzung und die Klimaveränderung setzen den Vögeln zu. Viele Punkte also, die Schutzmaßnahmen notwendig machen. Darum kümmert sich seit dem Jahr 2008 die in Landau i.d. Pfalz gegründete und dort ansässige Artenschutzorganisation Sphenisco e.V., der mit dem Verkauf des Kalenders und der Stahlpinguine unterstützt wird.

 

ARTENPROFIL

Art: Humboldtpinguin
Unterart:
Wissenschaftl. Name Spheniscus humboldti
Vorkommen: Chile, Peru
IUCN Status: Gefährdet
Nachwuchs: meist 2 Eier, 2x jährlich
Ernährung: Fische, Krustentiere
Feinde: Orcas, Haie, Robben
Lebenserwartung: Zoo ca 20 Jahre, Natur ca 10 Jahre

 

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Thema von Anders Norén