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Monatsarchiv 29.04.

Rettet den Drill bedankt sich für die Spende

Auch aus Hannover ist inzwischen ein Foto als Dankeschön für die Spende aus dem Kalenderprojekt „Wildlife of Kenya 2021“ eingetroffen. Kathrin Paulsen, Vorsitzende des Vereins „Rettet den Drill“, bedankte sich für die Unterstützung in Höhe von 629 Euro. Der in Deutschland ansässige Verein ist wichtiger Förderer der Schutzgebiete in Kamerun und Nigeria für eine gefährdete Affenart, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht und umso dringender auf Hilfe aus privater Hand angewiesen ist.

Spendenübergabe Reticulated Giraffe Project

Coronabedingt läuft bekanntlich alles etwas anders ab, auf einen Termin für ein Spendenübergabefoto wird in diesem Jahr daher verzichtet. Nichtsdestotrotz sprechen die unterstützen Projekte natürlich ihren Dank aus. Stellvertretend für das Reticulated Giraffe Project im kenianischen Samburu-Nationalpark sandte Giraffen-Zuchtbuchführer Jörg Jebram vom Opel-Zoo Kronberg, auf dessen Initiative dieses Projekt ausgewählt wurde, dieses Bild zu. Mit 500 Euro aus dem Überschuss der Charity Kalenders „Wildlife of Kenya 2021“ wurde der Einsatz für die Netzgiraffen in der Wildnis bedacht.

April-Bild: Massai-Giraffe

Im April bleiben wir auf Crescent Island. Während im Vormonat die Weißbartgnus und Thomsongazellen ihren Fluchtinstinkt gewahrt haben, handelt es sich bei den Massai-Giraffen um tiefenentspannte Tiere, die sich offensichtlich an die Besucher auf der Insel gewöhnt haben. Man war fast schon geneigt einen Versuch zu starten unter den Tieren durchzulaufen wenn man nicht um die gewaltige Kraft der Hufe wüsste, deren Tritt man wahrscheinlich nicht überleben würde.

 

Massai-Giraffen sind nach Analyse des Senckenberg-Instituts eine eigenständige Giraffenart, die als stark gefährdet gilt. Sie kommt nur in Tansania und Kenia vor. Erkennen kann man sie an den dunklen Flecken, die zum einen gezackter gestaltet sind und die relativ weit auseinanderstehen, so dass die helle Grundfarbe deutlicher hervorkommt als bei anderen Giraffenarten. Etwa 35.000 Massai-Giraffen gibt es noch, was aber einen Verlust von 50% über die letzten Jahrzehnte darstellt. Außerhalb von Schutzgebieten besteht eine hohe Gefahr von Wilderei, innerhalb von Schutzgebieten werden Jungtiere oft Opfer von Raubtieren.

 

Ansonsten gilt für Massai-Giraffen das Gleiche wie für andere Giraffenarten auch, vom Verhalten sind sie identisch. Die Weibchen leben in kleinen Gruppen mit dem Nachwuchs, während die Bullen Einzelgänger sind, die nur zur Paarung sich den Herden nähern. Etwa die Hälfte des Tages verbringen Giraffen mit Essen und der Suche danach, weswegen ihr Streifgebiet auch sehr groß ist. Ausgewachsene Giraffen haben eigentlich nur Löwen als Feinde, die sich aber nur ungern den bis zu 6 Meter großen und 1,5 Tonnen schweren Riesen nähern, eben weil sie durch einen Tritt der Hufe selbst ihr Leben riskieren. Bei Jungtieren sieht dies anders aus, die können auch Hyänen, Leoparden und Wildhunden zum Opfer fallen.

 

In europäischen Zoos ist diese Giraffenart nicht zu sehen, weswegen sie hierzulande auch nicht den hohen Bekanntheitsgrad hat. In den USA ist dies dafür eine häufiger gehalten Art.

 

Für generelle Informationen über Giraffen und den aktuellen Stand der Forschung können Sie auch in diesem Beitrag nachlesen: http://charity-kalender.de/de/weltgiraffentag-bedrohte-riesen