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Monatsarchiv 23.11.

Titelcover 2022: der Afrikanische Steppenelefant

 

ARTENPROFIL AFRIKANISCHER STEPPENELEFANT
Art: Afrikanischer Steppenelefant
Unterart: werden heute nicht mehr unterschieden
Wissenschaftl. Name: Loxodonta africana
Vorkommen: Über 30 Länder mit stark unterschiedlichen Bestandszahlen
ICUN Status: Stark gefährdet

 

Nachwuchs: Ein Baby nach 22 Monaten Tragzeit
Ernährung: Gräser, Blätter, Pflanzen, Baumrinden
Feinde:

 

Lebenserwartung:

Adulte Tiere haben keine Feinde. Jungtiere können selten von Löwen, Hyänen oder Krokodilen angegriffen werden

Vermutlich ca 30 Jahre bei Bullen und 50 Jahre bei Kühen. Gelegentlich zu findende Angaben von 60-70 Jahren stellen eher das potentielle Höchstalter einiger weniger Individuen dar

 

Gemeinhin unterscheidet man drei verschiedene Elefantenarten. Zum einen ist es der Asiatische Elefant, während man in Afrika den Waldelefanten und den Steppenelefanten findet. Die IUCN hat erst in jüngster Vergangenheit diese Unterscheidung vorgenommen und den in den Regenwäldern West- und Zentralafrikas lebenden Waldelefanten als vom Aussterben bedroht eingestuft, während der bekanntere und weiter verbreitete Steppenelefant auf stark gefährdet hochgestuft wurde.

 

Die Situation der Elefanten in Afrika ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Insgesamt schätzt man die Zahl auf 400.000 bis 500.000 ein. Das klingt sehr viel und ist es auch, aber die Anzahl sinkt dramatisch, je nach Quelle spricht man von 10.000 bis 20.000 Verlusten pro Jahr. Mit Abstand die meisten Elefanten leben in Botswana mit 130.000, gefolgt von Simbabwe mit 80.000 und Tansania mit 50.000. Namibia belegt gleichauf mit Sambia bei etwa 22.000 Individuen den fünften Rang. Bei den hohen Zahlen in einigen wenigen Ländern kann man sich ausmalen wie gering die Population in den meisten Nationen ist.

 

Speziell in Namibia ist die Situation sogar positiv, denn die Anzahl ist in den letzten Jahren entgegen dem allgemeinen Trend stark gestiegen. In den letzten 25 Jahren hat sich die Population in etwa verdreifacht. Im letzten Winter machte die Regierung Namibias von sich reden als sie 170 Elefanten zum Verkauf anbot, weil das Land an die Kapazitätsgrenze und damit zu immer mehr Mensch-Tier-Konflikten kam. Diese Auktion wurde international scharf kritisiert – ein Petition dagegen fand über 100.000 Unterstützer, was wohl ein Grund war, warum nur etwa ein Drittel der Elefanten auch verkauft werden konnte. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass in der Vergangenheit in solchen Fällen Elefanten zum Abschuss freigegeben wurden.

 

Dabei ist die Entwicklung in dem Wüstenstaat schon beinahe eine Überraschung angesichts der dürren Vegetation. Auf der anderen Seite ist Namibia ein großes Land mit wenig Bevölkerung, das den Tieren viel Platz bietet. Von der Fläche her ist Namibia mehr als doppelt so groß wie Deutschland, hat aber nur zwei Drittel der Einwohner – allerdings nicht von Deutschland, sondern von Berlin… Nur sind bei der Trockenheit Lebensmittel und Wasser knapp, weswegen die Elefanten auch Interesse an den wenigen landwirtschaftlichen Flächen haben, die die Bewohner selber zum Leben benötigen.

 

Der auf dem Cover zu sehende Elefant hat diese Sorgen allerdings nicht. Er lebt im Etosha Nationalpark, einem umzäunten Areal der Größe Hessens. Hier gibt es einige künstlich angelegte Wasserlöcher, die ganzjährig für ausreichend Nass sorgen. An einer dieser Stellen hat sich auch dieses Tier niedergelassen, wo es trinken und baden kann und sich anschließend im Matsch wieder vor Hitze und Insekten schützt.

November-Bild: Massai-Strauß

Der Afrikanische Strauß ist bekanntermaßen der größte Vogel der Welt. Ihn gibt es in vier Unterarten: dem Nordafrikanischen Rothalsstrauß, dem Südafrikanischen Blauhalsstrauß, dem Somalistrauß (wird teilweise als eigenständige Art angesehen) und dem hier zu sehenden Massai-Strauß, der auch Rothalsstrauß genannt wird. Der Massai-Strauß kommt in Uganda, Kenia und Tansania vor und gilt bislang als nicht gefährdet. Am nächsten verwandt ist die Unterart mit dem Nordafrikanischen Rothalsstrauß, obwohl sich sein Gebiet mit dem des Somalistraußes teilweise überlappt.

 

Massai-Straußen-Hähne können bis zu 2,70 m groß und 145 kg schwer werden. Weibchen sind etwas kleiner, unterscheiden sich aber vornehmlich darin, dass die Männchen schwarze Federn und einen rosaroten Hals besitzen, während die Hennen einen grauen Hals und braune Federn kennzeichnen. Durch ihr Gewicht sind die Strauße nicht in der Lage zu fliegen. Dafür besitzen sie eine ausgeprägte Beinmuskulatur, die sie bis auf eine Geschwindigkeit von 70 kmh beschleunigen lässt.

 

Mit Beginn der Brutzeit ab etwa Mai beginnt der Hals der Hähne rot zu leuchten und sie bilden Territorien, die sie gegen andere Männchen verteidigen. In ihrem Revier bauen sie Nester. Im Juli werden die Weibchen von den Männchen gedeckt, deren Territorium sie gerade passieren. Eine erfahrene Henne legt meist zwei Eier und verlässt das Gelege gelegentlich, was anderen Hennen die Gelegenheit gibt, dass sie Eier dazu legen. Bis zu 18 Hennen legen ihre Eier ins Nest – mehr als die Legehenne ausbrüten kann. Als Konsequenz entfernt sie Eier bis sie auf eine ausbrütbare Menge von etwa 20 kommt.

 

Adulte Strauße haben Löwen als ärgsten Gegner. Viel größerer Gefahr sind schon die Eier ausgesetzt, die begehrte Beute vieler Arten sind. Bis zu 90% des Geleges werden nie ausgebrütet. Massai-Strauße sind nicht gefährdet, ihre Bestandzahl nehmen aber deutlich ab. Die Hauptgefahr liegt in der Verkleinerung des Lebensraums durch menschliche Ansiedlung und im Raub der Eier durch Einheimische wie auch von Touristen. Die Jagd nach dem Fleisch ist nach einer Studie bislang keine Bedrohung für die Art – wohl auch, weil es genügend Zuchtfarmen dieser Art gibt

 

ARTENPROFIL ROTHALSSTRAUSS / MASSAI-STRAUSS
Art: Afrikanischer Strauß
Unterart: Rothalsstrauß/Massai-Strauß
Wissenschaftl. Name: Struhtio camelus massaicus
Vorkommen: Uganda, Kenia und Tansania
ICUN Status: Nicht gefährdet

 

Nachwuchs: Einmal jährlich im Oktober/November
Ernährung: Hauptsächlich pflanzlich, seltener Früchte, Sämereien und Eidechsen/INsekten
Feinde:

 

Lebenserwartung:

Für adulte Tiere hauptsächlich Löwen. Für Eier viele Feinde wie Hyänen, Schakale und Greifvögel

Nur zehn Prozent der Tiere erreicht überhaupt den ersten Geburtstag. Tiere, die diese Klippe überstanden haben, können 30-40 Jahre alt werden