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Monatsarchiv 19.10.

Pralinen in der „Rettet den Drill“ Version ab sofort wieder erhältlich

Dank einer Zusammenarbeit mit der Konditorei „Süßes Handwerk“ in Gütersloh kann man jetzt auch Artenschutz mit dem Verzehr von leckeren Pralinen verbinden. Mit einer erstmaligen Auflage von 300 Stück sind die Süßwaren mit dem Konterfei eines Drill erhältlich. Entsprechend sind die kompletten Einnahmen dank der großzügigen Spende vom Süßen Handwerk für „Rettet den Drill“ gedacht. Online steht eine 8er Box für 15 Euro inkl. Versand zur Verfügung.

 

Die Erstauflage war schnell ausverkauft. Seit dem 11. November ist die zweite Auflage verfügbar.

 

Die Inhaltsstoffe der Pralinen: Butter, Glycose, Kuvertüre, Kakaomasse, Lebensmittelfarbe, Trockeneiklar, Kakaobutter, Zucker, Olivenöl, Salz, Magermilchpulver, Kartoffelmehl, Wasser, Verdickungsmittel E1422.

 

 

Cheetah Conservation Fund – Bedrohungen für die Geparden

Folgende Hauptgefahren bestehen für Geparden: Mensch-Tier-Konflikt, Verlust von Lebensraum sowie Wilderei und Tierhandel.

 

Mensch-Tier-Konflikt

Geparden sind kein guter Besatz für Wildlife-Reservate. Dort kommen auf begrenztem Raum meist Löwen, Leoparden und Hyänen vor, die zum einen Geparden die Beute streitig machen, zum anderen aber auch die schnellen Jäger töten wenn sie die Chance dazu haben. Vor allem haben Jungtiere hier kaum Chancen aufs Überleben, etwa 90% des Nachwuchses erreicht dort das Erwachsenenalter nicht. Aus diesem Grund leben Geparden meist außerhalb geschützter Gebiete und geraten in Konflikte mit der Farmbevölkerung. Wenn das Vieh der Farmer bedroht ist, schützt der sich und sein Hab und Gut und greift im Zweifel zur Waffe – da der Gepard tagsüber Beute macht, ist er auch leichter zu sehen und zu treffen als die Jäger der Nacht.

 

Um hier zu helfen arbeitet der Cheetah Conservation Fund seit über einem Vierteljahrhundert mit den Farmern um Raubtier-freundliche Viehschutzlösungen zu implementieren. Ähnlich wie hierzulande im Konflikt mit Wölfen werden den Viehhaltern Hütehunde wie der anatolische Schäferhunde und Kangal-Hirtenhunde empfohlen. Die Farmer bekommen Welpen, die mit der Herde aufwachsen und durch ihre imposante Entscheidung und ihr lautes Bellen potentielle Eindringlinge abschrecken. Farmer, die diese Hunde halten, reduzieren ihre Verluste um 80-100%. Diese Maßnahme ist so erfolgreich, dass eine dreijährige Warteliste für die Welpen besteht, für die eine kleine Gebühr gezahlt werden muss.

 

Verlust von Lebensraum

Um leben zu können, benötigen Geparden Land mit geeigneter Beute, Zugang zu Wasser und offener Fläche mit Deckungsmöglichkeiten für die Jagd. Durch den Anstieg der Bevölkerung entstehen immer mehr Siedlung und Farmland, so dass die potentiellen Lebensräume für die Tiere verloren gehen. Im Jahr 2001 entwickelte der CCF mit einer US-Behörde ein ökologisch und ökonomisch hilfreiches Programm. Zuwuchernde Dornbüsche durch fehlende Verwerter wie Giraffen, Elefanten und Spitzmaulnashörner machten das Land sowohl für Menschen, Geparden und deren Beutetiere unnutzbar. Diese Büsche werden entfernt, in der Sonne getrocknet und gehäckselt bevor sie in einem Werk zu einem sogenannten Bushblok gewandelt werden – Holzbriketts zum Anzünden von Feuern. Auch andere Farmer können ihre Dornbüsche vorbeibringen und ihr Land wieder nutzbar machen. Für dieses nachhaltige Bioprodukt hat es bereits mehrere Preise gegeben. Ist das Land frei siedeln sich die Tiere dort von alleine wieder an. Etwa 300 Hektar werden auf dem eigenen Gelände Jahr für Jahr auf diese Weise nutzbar gemacht.

 

Illegaler Handel

Leider werden auch immer noch Tiere gefangen und illegal verkauft, die Golfstaaten sind hierfür ein häufiger Abnehmer. Geparden gelten als Statussymbol, sie sind gewissermaßen die hundeähnlichste Katzenart, die sich gut trainieren lässt. Für den Wildtierhandel eignen sich immer die Tierbabys, für die entweder ihre Mutter erschossen werden muss oder man passt Beutezüge der Mutter ab, bei denen sie ihren Nachwuchs alleine lassen muss. Die Armut der Bevölkerung wird ausgenutzt, dadurch gibt es immer Leute, die für Geld die Arbeit erledigt. Dem setzt der CCF Bildungs- und Aufklärungsarbeit entgegen und hilft der Regierung bei Konfiszierungen und kümmert sich um die Tiere.  Nur etwa jedes sechste gefangene Tier überlebt den Transport bis zum Empfänger.

 

Besonders aktiv ist der CCF in Somaliland, einer autonomen Republik in Äthiopien. Hier ist ein zentraler Punkt für den illegalen Wildtierhandel, weil die Wege in den Nahen Osten kurz sind. Der CCF unterhält hier Auffangstationen für beschlagnahmte Tiere, die an dem Ort meist ihr ganzes Leben verbringen, weil sie in schlechtem Zustand aufgegriffen werden und nicht mehr freigelassen werden können.

 

Cheetah Conservation Fund – Geparden in menschlicher Obhut

In fast allen Ländern ist es verboten Geparden zu fangen und sie privat zu halten. Der Cheetah Conservation Fund sowie andere Organisationen kümmern sich um verletzte sowie verwaiste Tiere mit dem Ziel sie in die Wildnis entlassen zu können. Wichtig dabei ist der Verletzungsgrad – je schwerer die Verletzung ist, desto mehr müssen die Pfleger sich um sie kümmern. Dies bringt die Gefahr der Gewöhnung an den Menschen, was nicht passieren darf wenn sie wieder zurück in die Wildnis kommen sollen.

 

Ungewöhnlich ist, dass der CCF das internationale Zuchtbuch für Geparden führt – normalerweise wird dies bei Zoos geführt. Der Grund dafür ist die Gründerin des CCF, Dr Laurie Marker. Sie arbeitete selbst in einer zoologischen Einrichtung in den USA als sie 1982 das Zuchtbuch für Geparden in den USA begann und dies später auch für Europa und Afrika entwickelte. Der Hintergrund für die Einführung war, dass sie mit einem Team des Smithsonian Institut bei ihrer ersten Reise nach Namibia 1977 feststellte wie dünn die Genetik der Tiere in der Wildnis ist. Auf ihren späteren Stationen nahm sie immer das Zuchtbuch mit – zunächst als sie 1988 selbst zum Smithsonian Institut nach Washington wechselte, und nach Gründung des Cheetah Conservation Fund, dem Umzug nach Namibia und Anerkennung des CCF als gemeinnützige Organisation, übertrug der Weltzooverband WAZA ihr wiederum das Zuchtbuch.

 

Zu einem gewissen Teil profitiert der CCF von den Zoos finanziell, denn die amerikanischen Zoos in der AZA müssen Projekte in der Wildnis unterstützen wenn sie Geparden halten wollen, in Europa ist das noch nicht der Fall.

 

Das Bild wurde aufgenommen im Allwetterzoo Münster.

Oktober-Bild: Ostafrikanischer Schabrackenschakal

Schabrackenschakale gehören zu den Echten Hunden Afrikas. Sie kommen in zwei Unterarten vor, einmal der ostafrikanische und einmal der südafrikanische Schabrackenschakal. Die Tiere sehen so ein wenig aus wie eine Mischung aus Fuchs und Wolf. Kennzeichnend für den Schabrackenschakal ist die dunkle Rückenfärbung. Er gilt als sehr anpassungsfähig und kommt in vielen Gegenden vor, mag allerdings kein zu sehr bewaldetes Gebiet. Durch diese breit gefächerten Eigenschaften gibt es ausreichend Individuen und die Art gilt entsprechend als nicht gefährdet.

Grundsätzlich sind Schakale eher dämmerungsaktiv, leben und jagen im Familienverband. In Gegenden, in denen sie keine Konkurrenz haben, kann man sie auch tagsüber antreffen, in menschlicher Nähe – wo sie auch gut leben können – sind sie fast ausschließlich nachtaktiv. Hauptnahrung ist Fleisch von meist kleineren Arten bis hin zu mittelgroßen Antilopenarten wie Impalas, aber sie nehmen auch pflanzliche Nahrung zu sich und können gut von menschlichen Abfällen leben. Sie sind effektive Jäger, machen es sich aber auch bequem wenn sie können und folgen beispielsweise Löwen für die Resteverwertung.

Schabrackenschakale leben monogam mit ihrem Nachwuchs bis der mit etwas 2,5 Jahren die Eltern verlässt, um auf eigenen Beinen zu stehen. Ein Wurf besteht meist aus 3-6 Jungtieren, wovon gut die Hälfte überlebt. Tragzeit ist zwei Monate, die Geschlechtsreife setzt mit etwa einem Jahr ein und die durchschnittliche Lebenserwartung ist etwa 7 Jahre. Hauptgegner kleiner Schakale sind neben anderen Raubtieren vor allem Greifvögel, für adulte Tiere Leoparden.