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Monatsarchiv 16.10.

Bedroht 2020 – das Titelbild in der Vorstellung

Asiatische Elefanten kommen im südlichen bis südöstlichen Bereich des Kontinents vor. Waren es einst weite Teile der Landmasse, in denen die Tierart vorkam, sind es heute nur noch einzelne versprengte Gebiete. Die größte Anzahl lebt in Indien mit etwa 25.000-30.000 Tiere, davon die Hälfte im südlichen Teil des großen Staats. Zugute kommt den Elefanten ihre Überlebensfähigkeit in verschiedenen Vegetationszonen, so dass sie auch in für die Menschen unwirtlichen Regionen existieren können.

 

Im Vergleich zum größeren Verwandten aus Afrika erheben sich zwei Buckel auf dem Kopf, die den höchsten Punkt am Körper darstellen, während der afrikanische Elefant mit flachem Kopf im Schulterbereich seine größte Erhöhung hat. Der Rücken verläuft gerade, beim Pendant aus der Südhalbkugel bildet sich eine Art Sattel. Eher bekannt ist, dass die Ohren beim Asiatischen Elefanten erheblich kleiner sind, oft weisen sie nur die Hälfte der Größe im Vergleich zum Afrikanischen Elefanten auf.

 

Anzutreffen sind die Elefantenbullen alleine oder in Junggesellengruppen, während die Kühe in Herden mit Verwandten und deren Jungtieren unterwegs sind. Diese Gruppen können bis 30 Tiere umfassen, allerdings ist der Großteil der Herden nur mit bis zu sechs Individuen unterwegs. Oftmals legen die Gruppen dabei weniger als zwei Kilometer am Tag zurück.

 

Etwa 1500 vor Christus wurde der Asiatische Elefant bereits gezähmt und als Arbeitstier eingesetzt, vornehmlich als Baumfäller und zum Wegschleppen der Baumstämme. Die Tradition wurde bis heute fortgeführt. Vor touristischem Elefantenreiten in Asien ist allerdings aufs Äußerste zu warnen. Die Elefanten wurden hierfür unter höchsten Qualen brutal zugerichtet, Tierfreunde sollten solche Aktivitäten unbedingt meiden.

 

Der Asiatische Elefant gilt als stark gefährdet. Hauptgründe sind die Jagd auf das Elfenbein sowie der Lebensraumverlust. In Asien kommt der Elefant heute in den Ländern vor, die am dichtesten besiedelt sind, so dass Konflikte vorprogrammiert sind. Die stark steigende Zahl an Menschen benötigt Häuser und Nahrungsmittelanbau auf der Route der Elefanten, die wiederum durch die neuen Hindernisse auf ihrem Weg in Panik geraten. Die daraus resultierenden Konflikte führen zu Toten auf beiden Seiten.

 

Auf dem Bild ist der Elefant „Pinky“ zu sehen, eine etwa 53 Jahre alte Elefantenkuh, die im Burgers‘ Zoo im niederländischen Arnheim lebt. Viel weiß man über die Anfangsjahre des noch in Asien geborenen Elefanten nicht. Erst 1981 taucht sie in den Registern auf als sie von einem kleinen niederländischen Safaripark in den Burgers‘ Zoo wechselte. Dort lebte sie immer mit ein oder zwei anderen Kühen zusammen, hat entsprechend auch nie Nachwuchs gezeugt. 2009 schien es mit Pinky bereits zu Ende zu gehen, die Kuhpocken sorgten für einen Gewichtsverlust von einer halben Tonne, doch sie rappelte sich wieder auf. Da der Burgers‘ Zoo eine relativ kleine Elefantenanlage hat, stellt man diese mittlerweile als Altersresidenz zur Verfügung, die sich Pinky zuletzt acht Jahre lang mit der Elefantenkuh Rekka teilte, die im Frühjahr verstarb.

Namibia-Bild Oktober: Sekretär

Eine wahrhaft besondere Vogelart ist der Sekretär, benannt nach den früheren Beamten wegen seiner auffälligen Federkiele. Mit einer Höhe von 1,20 m schreitet er durch die Landschaft und nutzt seine langen Beine zur Nahrungsgewinnung. Kleinsäuger, Insekten, sogar Schlangen und andere Reptilien gehören zu seiner Beute. Dafür nutzt er offene Landschaften so wie hier auf dem Bild im Etosha Nationalpark – seine komplette Beute erlegt der Sekretär am Boden. Dort legt er gut 20 Kilometer am Tag zurück, in die Luft begibt er sich nur selten.

 

Genaue Bestandszahlen gibt es nicht, aber die IUCN listet die Art als gefährdet, weil die Bestände stark zurückgehen. Feinde haben adulte Sekretäre eigentlich keine, nur die Jungtiere können Beute werden von anderen Vogelarten. Die Nester hoch in den Bäumen sind von Säugern nicht zu erreichen. Die Weibchen legen zwei oder drei Eier, aber im Schnitt kommt nur ein Tier hoch, die anderen werden gefressen.

Raubtierbild Oktober: Südafrikanischer Gepard

Der Gepard ist die größte zu den Kleinkatzen zählende Raubtierart. Die Einstufung ist durchaus überraschend bei 1,50 m Länge trotz derer er nur 60 kg auf die Waage bringt. Die Maximalgeschwindigkeit des Gepards wird häufig mit 110-120 km/h angegeben, was allerdings leicht übertrieben ist. Die meisten Geparden erreichen keine 100 km/h und können dies auch nur für wenige Sekunden durchhalten. Das Geschwindigkeitsmittel beträgt etwa 50 km/h bei einem Sprint. Da sie auf eben diese Sprints zum Jagen angewiesen sind, benötigen sie die offene Graslandschaft zum Leben.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Raubtieren der Region jagen Geparden vornehmlich tagsüber und vermeiden so Fresskonkurrenz. Wenn man mehrere adulte Geparden zusammen sieht, handelt es sich normalerweise um Kater, die sich in Kleingruppen zusammenschließen. Die Katzen sind Einzelgänger außerhalb der Nachwuchsaufzucht – auch in Zoos werden die Tiere außerhalb der Paarungszeit normalerweise einzeln gehalten. Bis zu acht Junge bringen die Weibchen zur Welt, allerdings ist die Säuglingssterblichkeit hoch. Auch wenn der Nachwuchs die ersten zwei Monate im Bau bleibt, werden sie oft zum Opfer von anderen Raubtieren. Alt werden die meisten Geparden ohnehin nicht, die meisten erreichen in der freien Wildbahn keine zehn Jahre, in Zoos können 15 Jahre geschafft werden.

 

Geparden kommen in Asien und Afrika vor, wobei der asiatische Gepard (vom Aussterben bedroht) nur noch um die hundert Tiere umfasst. Der afrikanische Gepard besteht aus mehreren Unterarten und wird als gefährdet gelistet. In Zoos ist wie auch hier im Burgers‘ Zoo in Arnheim meist der südafrikanische Gepard zu sehen.