• info@charity-kalender.de

Monatsarchiv 11.07.

Kalenderbilder „Bedroht 2020“

Hier finden Sie alle Bilder des aktuellen Kalenders in der Übersicht

Namibia-Kalender, Juli-Bild: Wasserloch-Szene am Okaukuejo Camp

Im Bild befindet sich das wahrscheinlich berühmteste Wasserloch Namibias, Okaukuejo. Im Süden des Etosha Nationalparks befindet sich ein umzäuntes und damit vor Tieren geschütztes Camp, in dem man übernachten kann, und das auch sonst für Etosha-Touristen eine Gelegenheit ist sich die Füße zu vertreten und einzukaufen oder Mittagessen zu sich zu nehmen. Gegründet wurde Okaukuejo einst von den deutschen Kolonialherren als Militär- und Polizeistation, aus der Zeit steht auch noch ein Turm als Wahrzeichen der Station. Heute dient der Ort auch als Verwaltungssitz für den Etosha Nationalpark sowie das Etosha Ecological Institute. Seit 1950 fungiert Okaukuejo als Camp innerhalb des Parks für Touristen.

Im trockenen Wüstenklima Namibias stellen die Wasserlöcher die sichersten Tiersichtungspunkte dar. In Okaukuejo kann man nahezu rund um die Uhr die Raststationen der unterschiedlichsten Tierarten beobachten. Von Elefanten über Huftieren und Vögeln bis hin zu Löwen macht hier alles einen Wasserstop und bietet dadurch schon ein abwechslungsreiches Kino, weil man nie weiß, wer als Nächstes auftaucht.

Wer auf diesem Wimmelbild sucht, wird folgende Tierarten entdecken: im Vordergrund trinken Springböcke, von denen auch Einzeltiere und eine Kleingruppe sich weiter hinten schon vom Wasserloch entfernen. Im Wasser stillen Burchell-Steppenzebras ihren Durst und baden dabei. Weitere Steppenzebras sind im Hintergrund sowohl im Anmarsch wie auch schon im Abgang. Mittig rechts am Wasserloch befindet sich ein Paar Großer Kudus – das Weibchen steht bereits im Wasser, das noch relativ junge Männchen trinkt. Oben links liegen drei südliche Streifengnus auf dem Boden und warten wohl auf freie Bahn. Ganz rechts am Bildrand spaziert noch ein Spießbock in Richtung Wasserloch. Wenn man die zwei Vögel im Vordergrund vernachlässigt, deren Art man nicht identifizieren kann, kommt man also auf fünf verschiedene Tierarten, die sich auf diesem Bild zeigen.

Raubtier-Kalender, Juli-Bild: Kalifornische Seelöwen

Das dritte und letzte Bild eines im Wasser lebenden Raubtiers findet sich im Juli-Blatt des Raubtierkalenders. Zu sehen ist eine Gruppe von acht sich sonnenden Kalifornischen Seelöwen in der hervorragenden Anlage der Zoom-Erlebniswelt in Gelsenkirchen.

Der Begriff „Kalifornischer“ Seelöwe verleitet so manchen Zoobesucher zu der Annahme, dass die Tiere warmes Wasser haben müssen. Das ist weit gefehlt. Eine große Kolonie dieser Meeressäuger findet man stets am Pier 39 in San Francisco, in Dutzenden eng aneinander gepfercht – ein Bild ist unten angefügt. Wer schon mal in San Francisco war und eine Tour raus Richtung Golden Gate Bridge gemacht hat, weiß wie schnell es dort kalt wird wenn man sich vom Festland entfernt. Die Maximaltemperatur des Wassers in der San Francisco Bay und an der gesamten Westküste der USA liegt bei 20 Grad Celsius im Sommer. Wenn man bedenkt, dass die Kalifornischen Seelöwen bis hoch nach Alaska schwimmen, kann man erahnen, dass die dicke Fettschicht – Blubber genannt – die Tiere ausreichend wärmt, so dass man sich auch keinen Kopf um Wassertemperaturen in Zoos machen muss.

Leicht zu unterscheiden – auch auf diesem Bild – sind die Bullen von den Weibchen. Die Körperlänge ist gar nicht mal so ausschlaggebend (2,20 m zu 1,80 m), aber Männchen werden bis 400 kg schwer und damit viermal mehr als die Kühe. Zur Paarung finden sich die Tiere an der Küste ein. Die Männchen sind einige Tage vor den Weibchen vor Ort und kämpfen bei Eintreffen der Kühe um die Vorrangstellung. Die schwächeren Bullen werden abgedrängt, so dass gesichert ist, dass die stärksten Bullen auch die meisten Weibchen abbekommen – im Schnitt etwa 16.

Der Kalifornische Seelöwe wurde einst gejagt und stand Anfang des 20. Jahrhunderts kurz vor dem Aussterben. Der Bestand hat sich aber erholt, man schätzt ihn auf etwa 160.000 bis 250.000 Tiere ein, weswegen eine geringe Quote in Washington und Oregon zur Jagd freigegeben ist. Natürlich Feinde sind große Haiarten und Orcas. Die Tierart gilt als friedlich und ebenso neugierig wie intelligent, daher eignet sie sich gut für Zoos, aber auch die amerikanische Navy nutzt Seelöwen für militärische Einsätze.