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Geparden – Cheetah Conservation Fund

Geparden – Cheetah Conservation Fund

In diesem Jahr wird mit dem Cheetah Conservation Fund eine Organisation unterstützt, die sich um den Schutz der Geparden kümmert. Mit eigenen Aufnahmen aus der Wildnis kann ich hier leider nicht dienen, denn obwohl sie sowohl in Kenia wie auch Namibia zuhause sind, wo mich meine bisherigen Reisen hinführten, konnte ich leider kein einziges Exemplar dieser faszinierenden Tierart zu Gesicht bekommen. Aus dem Grund helfen hier Bilder aus Zoos. Bevor über die Arbeit vom CCF informiert wird, gibt es hier aber ein einleitendes Intro über die Tierart:

 

Fast jedes Kind weiß, dass Geparden die schnellsten Landsäugetiere der Welt sind. Die meisten wissen auch, dass die Katzenart diese Geschwindigkeit nur für kurze Zeit beim Jagen durchhält. Ansonsten kennen fast alle ihren schlanken Körperbau, die gelbliche Grundfarbe mit den schwarzen Punkten über dem Körper, aber nähere Details haben viele nicht vor Augen.

 

So dürfte es für viele überraschend sein, dass Geparden nicht nur in Afrika leben, sondern auch in Asien. Einst lebten die Tiere sogar über Indien hinaus bis nach Zentralasien. Heute ist der Asiatische Gepard nur noch im Iran in zweistelliger Anzahl anzufinden, entsprechend ist er dort vom Aussterben bedroht. Die restliche Gepardenpopulation befindet sich in Afrika südlich der Sahara. Einige unterscheiden in Afrika vier Unterarten: Der Nordwestafrikanische Gepard lebt in Algerien und den südlich angrenzenden Ländern mit maximal 250 verbliebenen Tieren. Der Nordostafrikanische oder Sudan-Gepard hat sein Verbreitungsgebiet von Tschad bis Somalia, er wird von der IUCN als Unterart anerkannt und gilt als vom Aussterben bedroht. Der Ostafrikanische Gepard kommt in Kenia, Tansania und angrenzenden Ländern vor und bildet mit 2.500 Tieren den zweitgrößten Bestand. Etwa die doppelte Anzahl existiert von den Südafrikanischen Geparden im Bereich Namibia, Südafrika und Botswana. Neuere Untersuchungen legen allerdings nahe, dass zumindest der Ostafrikanische und der Südafrikanische Gepard identisch sind, was auch die Cat Specialist Group der IUCN so anerkannt hat – diese Variante ist als gefährdet gelistet.

 

Geparden gehören zu den Katzen, zählen allerdings nicht zu den Großkatzen, sondern zu den Kleinkatzen. Seine nächsten Verwandten sind die Pumas auf dem amerikanischen Kontinent. Die Anatomie mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 1,50 m zuzüglich Schwanz und einem Gewicht von nur 60 Kilogramm lässt für ganz kurze Zeit die hohe Geschwindigkeit zu, was aber bedeutet, dass der Gepard dadurch auf offene Savannen angewiesen ist, um auf die benötigte Geschwindigkeit zu kommen. Bevorzugte Beute sind mittelgroße Antilopen- oder Gazellenarten wie Impalas, Springböcke oder Thomsongazellen, aber auch Hasen, Nager oder Vögel.

 

Das Gebiss der Geparden ist relativ klein für eine Katzenart. Um anderen größeren Beutegreifern wie Löwen, Leoparden und Hyänen aus dem Weg zu gehen, sind Geparden tagaktiv. Ihnen gegenüber sind sie in Sachen Beißkraft unterlegen und müssten ihnen die Beute überlassen, was oft passiert. Meist jagen Geparden früh morgens und in den frühen Abendstunden, mittags in der Hitze ruhen sie sich aus.

 

Nach etwa drei Monaten Tragzeit kommen die Jungtiere zur Welt, zwischen 1 und 8 Jungtieren pro Wurf sind bisher gesichtet worden, wobei die übliche Wurfgröße eher in der Mitte liegt. Zudem ist die Jungtiersterblichkeit extrem hoch. Die ersten zwei Monate verbringt der Nachwuchs in einer Höhle mit der Mutter bevor die sie zum ersten Mal rauslässt. Mit etwa 1,5 Jahren werden sie erwachsen sofern sie nicht anderen Raubtieren bis dahin zum Opfer gefallen sind, und mit drei Jahren geschlechtsreif. Die Lebenserwartung bei Männchen liegt bei 8 Jahren, bei Weibchen bei 12 Jahren. Weibliche Geparden sind Einzelgänger mit Ausnahme der Jungtieraufzucht, während männliche Geparden – vor allem Brüder – auch gemeinschaftlich leben.

 

Bild aus dem Allwetterzoo Münster

Olaf Goldbecker