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Das Oktober-Model: Bolivianischer Totenkopfaffe

Das Oktober-Model: Bolivianischer Totenkopfaffe

Totenkopfaffen gehören dank Pippi Langstrumpfs Herr Nilsson zu den bekanntesten Affenarten der Welt. Dabei „profitierte“ die Art von der Filmfassung, denn Astrid Lindgren hatte ihrer Hauptfigur in den Büchern eine Meerkatze zur Seite gestellt. Ende der 60er und in den 70er als die Filme gedreht wurden, hielt man gelegentlich Totenkopfaffen in Haushalten entgegen ihrer Natur alleine, bekam sie dadurch zahm und konnte sie besser für einen Film gebrauchen als Meerkatzen. In freier Natur bestehen die Gruppen aus 50 und mehr Tieren.

Die Totenkopfaffen gehören mit den Kapuzineraffen zur Familie der Kapuzinerartigen. Die Totenkopfaffen teilen sich in acht Untergruppen auf. Wir beschäftigen uns mit der Art, die auf dem Foto aus Apeldoorn zu sehen ist, den Bolivianischen Totenkopfaffen. Im dortigen Affenpark „Apenheul“ leben die Tiere auch in der entsprechenden Gruppenzahl frei im Waldstück, durch das die Gäste als Besucher durchgehen.

Was ihn von anderen Totenkopfaffen unterscheidet, ist die dunklere Kopffärbung, die bei Weibchen schwarz und bei Männchen grau ist. Auf dem Foto handelt es sich folglich um ein Weibchen. Die weiße Umrandung um die Augen ist bei der bolivianischen Unterart rundlicher als bei anderen Subspezies. Entgegen ihrem Namen kommen sie nicht nur in Bolivien, sondern auch in Peru und Teilen von Brasilien vor.

Tonangebend unter den Totenkopfaffen sind die Weibchen, die in ihrer Gruppe bleiben, während die Männchen mit Eintritt in die Geschlechtsreife mit 2-3 Jahren ihren Familienverbund verlassen und sich einer Junggesellengruppe anschließen. Gefahr droht dem Bolivianischen Totenkopfaffen durch Jagd auf ihr Fleisch und immer noch durch den Fang als Heimtiere, aber gefährdet ist die Art nach aktuellem Stand nicht.

Unter den Zoos, die den Primatenkalender unterstützt haben, findet man den Bolivianischen Totenkopfaffen außer in Apenheul noch in Aachen, Detmold-Heiligenkirchen, Nürnberg, Osnabrück und Overloon. Wer vergleichen möchte, findet den Gewöhnlichen Totenkopfaffen in Braunschweig und Dortmund.

Olaf Goldbecker